Eine große Ermutigung


21.04.09

Eine große Ermutigung

Erklärung "Für Freiheit und Selbstbestimmung" lässt Grundfreiheiten nicht im Stich

(MEDRUM) Die Erklärung "Für Freiheit und Selbstbestimmung", die gestern von MEDRUM veröffentlicht wurde, vertritt für viele Menschen eine wichtiges Anliegen. Mehr als 400 Bürger und hochkarätige Persönlichkeiten wie der Philosoph Prof. Dr. Rober Spaemann setzen sich bereits namentlich dafür ein, dass sich beim Kongreß für Psychotherapie und Seelsorge im Mai 2009 Ereignisse wie beim Jugendkongreß Christival 2008 oder in Graz in 2007 nicht wiederholen. Sie treten damit der Forderung entgegen, mehrere Seminare des Kongresses abzusagen, weil deren Vortragende von Vertretern des "Lesben- und Schwulenverbandes" und zuletzt auch von Volker Beck, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/ Die Grünen, als "homophob" bekämpft werden.

Volker Beck, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen erklärte am 16.04.09, es sei ein Skandal, wenn beim Marburger Kongreß Referenten wie Christl Vonholdt vom Deutschen Institut Jugend und Gesellschaft auftreten würden. Er forderte, diese Seminare nicht stattfinden zu lassen. Bereits letztes Jahr führte solcher Druck zur Absage eines Seminars beim Christival 2008 in Bremen. Es wurde hingenommen, dass ein Kompetenzträger wie Christl Vonholdt nicht über Themen sprechen konnte, denen sie sich in der täglichen Arbeit widmet. Vonholdt stand unter dem unglaublich massiven Druck einer Kampagne, die ihre Arbeit und ihre Person diskreditierte. Kaum jemand stand im letzten Jahr öffentlich an ihrer Seite als einer Wissenschaftlerin, die sich Problemen von Menschen zuwendet, die mit ihrer Homosexualität im Konflikt leben und fachliche Information oder Hilfe suchen.

Volker Beck hat erneut Personen, die jetzt in Marburg Seminarvorträge halten sollen, auf seinen "Verbotsindex" gesetzt. Die Linie der Strafbarkeit dürfte wohl noch nicht überschritten sein, es gebe aber Grenzen dessen, was Minderheiten in einer demokratischen Gesellschaft hinnehmen müssen, dozierte der Träger des Bundesverdienstkreuzes fast schon inquisitorisch. Auch Antisemiten würde man bei einem vergleichbaren Kongreß schließlich nicht vortragen lassen, rechtfertigte Beck seine Forderung, drei Seminare abzusagen, von denen eines durch Christl Vonholdt vorbereitet wird. Der Rechtsgrundsatz, Menschen nicht zu verurteilen, es sei denn, ihre Schuld ist erwiesen, findet bei Volker Beck's politischem Urteil offenbar keine Anwendung. Dies veranschaulicht seine Erklärung, er sei "angewidert" von der "pharisaerhaften Selbstgefälligkeit dieser Homoapologeten". Wie muß einer Medizinerin zumute sein, deren wissenschaftliche Tätigkeit und Vortrag öffentlich in die Nähe der Strafbarkeit gerückt werden, deren Recht zum wissenschaflichen Fachvortrag auf eine Ebene mit dem Unrecht des Antisemitismus gestellt wird, und die sich so völlig zu Unrecht einem politischen Scharfrichterurteil ausgesetzt sieht?

Anders als Volker Beck sehen Unterzeichner wie der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichtes, Professor Dr. Ernst-Wolfgang Böckenförde, es in einer freiheitlichen Ordnung als "unerträglich" an, einige Personen mit einem Redeverbot belegen zu wollen. Mehr als 400 Bürger haben sich der Forderung angeschlossen, die sich für die Freiheit der Rede und der Wissenschaft einsetzen. Sie wollen damit totalitären Bestrebungen entgegentreten. Sie treten damit auch gegen den Versuch des Rufmords ein, der gegen Personen wie Christl Vonholdt und Markus Hoffmann betrieben wird. Anders als Volker Beck sehen sie die Grenze dessen, was eine demokratische Gesellschaft widerspruchslos hinnehmen darf, in der Kampagne gegen den Marburger Kongresss als erreicht an und haben dies mit der gestrigen Erklärung eindrucksvoll unterstrichen.

Das öffentliche Eintreten für Freiheitsrechte durch engagierte Demokraten, Philosophen, Rechtswissenschaftler, Ärzten, Theologen, Publizisten und eine Vielzahl von Bürgen aus allen gesellschaftlichen Bereichen empfinden die Medizinerin Christl Vonholdt und der Therapeut Markus Hoffmann von der bundesweiten Beratungsorganisation "Wuestenstrom" als eine große Ermutigung. Im Gegensatz zum letzten Jahr erleben sie jetzt, dass wichtige Grundfreiheiten nicht im Stich gelassen werden.

-> Pressemeldung über Initiative „Für Freiheit und Selbstbestimmung“

-> Online-Unterzeichnung der Erklärung für Freiheit und Selbstbestimmung Kongress Marburg


idea -> Rückendeckung für angegriffenen Seelsorge-Kongress

ef-Magazin dokumentation-gegen-totalitaere-bestrebungen-der-lesben--und-schwulenverbaende

DIE FREIE WELT -> Bürger verteidigen Redefreiheit ggü. Lesben-/Schwulen-Bündnis

Kultur und Medien -> Initiative-für-freiheit unterstützt Marburger Kongreß

Junge Freiheit -> Appell „Für Freiheit und Selbstbestimmung" ins Leben gerufen

Kath.net -> Unterschriftenaktion gegen neuen Totalitarismus

Factum -> Initiative "Für Freiheit und Selbstbestimmung"

AUF-Partei -> Über 370 Persönlichkeiten starten "Initiative für Freiheit und Selbstbestimmung"


Gay West -> Die Unschuld der Huren