Frei ab 12: Abschlachten von Kindern spült Millionen Dollar in die Filmkassen


26.03.12

Frei ab 12: Abschlachten von Kindern spült Millionen Dollar in die Filmkassen

Kritikwürdige Entscheidung der sich selbst kontrollierenden Filmwirtschaft über die Fantasydarstellung vom "Kampf von Teenagern auf Leben und Tod"

(MEDRUM) Obwohl es um nichts anderes gehe, als um das gegenseitige Abschlachten von Kindern, sei der Film ab 12 Jahren freigegeben, schreibt das Magazin STERN über den Film "Tribute von Panem".

In den USA breche die neu ins Kino gekommene Verfilmung der Fantasy-Trilogie "Tribute von Panem" Ticketrekorde. 68,9 Millionen US-Dollar brachte er in die Kassen der Filmschaffenden bereits am ersten Spieltag. "Der Film setzt neue Maßstäbe", heißt es dazu im FOKUS.

Im STERN lässt Sophie Albers keinen Zweifel aufkommen, woran dies liegt: Zu den Gründen des Erfolgs gehöre, dass die Geschichte des jugendlichen Aufruhrs sowohl Mädchen als auch Jungen anspreche. Das Gemetzel im Buch sei zwar für die Leinwand entschärft worden, der Film mache dennoch einen großen Schritt in Richtung "klare, harte Gewaltdarstellung". Das Hamburger Abendblatt: "In einer Art Gladiatorenstreit kämpfen aus jedem Distrikt Mädchen und Jungen gegeneinander. Jeder von ihnen muss gegen alle anderen kämpfen. Es darf nur einen Sieger, also nur einen Überlebenden geben. Suzanne Collins habe mit ihrem Buch für lebhafte Diskussionen gesorgt. "Sollte man das Buch angesichts der Brutalität der Kämpfe zwischen Jugendlichen veröffentlichen?", fragt Lilly Tietgen im Abendblatt unter der Überschrift "Die Tribute von Panem - schaurig und faszinierend". Ob die Buchautorin denn einen Alptraum gehabt habe, als ihr die Idee zu ihrem Buch gekommen sei, habe sich Lilly Tietgen gefragt. Sophie Albers gibt dazu im STERN eine klare Antwort. Andere Filme dieser Art seien nicht für Kinder und Jugendliche freigegeben, sondern stünden auf dem Index. Wer konsequent sein wolle, müsste das Kino verlassen, wenn die Kinder in die Arena einziehen, so Albers. Schließlich äußert sich auch die Filmkritik in BILD eindeutig zum Film über "Blut und Spiele": "Eine perverse TV-Show". Und weiter zur Altersfreigabe: "Wenn sich Teenager gegenseitig erstechen, erschießen oder sich die Genicke brechen, ist das nichts für Kinder!"

Die Entscheidung, den Film für Kinder ab 12 Jahren freizugeben, ist von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft getroffen worden. Der Film "Tribute von Panem" scheint das neueste Beispiel dafür zu sein, dass das System der Selbstkontrolle fragwürdig ist. Wenn es um starke kommerzielle Interessen der Filmwirtschaft geht, scheint sie sich von ihren eigenen Maßstäbe leiten zu lassen. Irgendeine Begründung, weshalb der Film nicht als jugendgefährdend von ihr angesehen wird, lässt sich im Zweifelsfalle wohl stets finden. Damit werden dann offensichtlich auch Darstellungen und Altersfreigaben gerechtfertigt, die Tabu sein sollten. Im Zweifelsfalle für die Filmkasse, nicht für den Kinder- und Jugendschutz, scheint die Devise zu sein. Diejenigen, die so entscheiden, haften nicht für das, was sie anrichten. In günstigen Fällen mag es bei Alpträumen bleiben. Es könnte aber ebenso in den Schrecken eines Amoklaufes münden.

Zuständig für eine amtliche Prüfung, ob der Film für Kinder und Jugendliche freigegeben werden darf, ist die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Sie sollte alles dafür tun, nicht zum Kreis potentieller Mittäter zu gehören.

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien
Rochusstraße 10 - D 53123 Bonn
Postfach 140165 - D 53056 Bonn
T +49(0)228 9621030 - F +49(0)228 379014
E-Mail: info@bpjm.bund.de


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21.03.12 evangelisch.de "Die Tribute von Panem": Wer nicht perfekt ist, verliert

Leserbriefe

Zweierlei Maß

Es war auch die BPjM die die Homepage des Lebensrechtlers G. Annen hatte sperren lassen, weil Bilder von abgetriebenen Föten die "Entscheidungsfreiheit" von jungen Mädchen in Konfliktsituation hätten "beeinflussen" können.

Wie war das noch mit den Zeiten Noahs und Lots?

...paßt doch alles bestens zusammen - die alte Hure Rom will frisches Blut - und hier fließt es reichlich. Erst lernen sie hübsche kleine Spielchen am PC und Sauerreien in den Schulen - dürfen natürlich abtreiben (nur die bösen, bösen Christen nennen das Mord) und dann sind sie selbst reif, sich als Tributers selber abzuschlachten - und sie kommen sich noch heldenhaft dabei vor: Ave Cäsar, die Todgeweihten grüßen dich! In gewissen Lagern der NS-Zeit gab es solche Spiele auch, mit Boxen, Violinen- und Orchesterspielen, konnte wer "überleben" - wenn die Herren es wollten und der Gladiator soviel Leben vernichtet hatte, daß er sich selbst verachten mußte, was er für sein Überleben tat. Heute ist das nun also gesellschaftsfähig, was die Nazis noch hinter Lagerzäunen verstecken mußten - wer hier noch an der Wahrheit der Bibel zweifelt, kann wohl in diesem Äon nicht mehr gerettet werden - die Geschichte ihres Gerichtes holt die USA nun heim, armes Amerika! Das sowas in Deutschland für 12 Jahre durchgeht, ist schon fast normal, denn schon vor fast 70 Jahren durften die jungen Rekruten verlangen, für Deutschland sterben zu dürfen - wie war das noch mit den Zeiten Noahs und Lots?

 

Mir graust.

Mir graust. Das hat wohl mit Kunst nichts mehr zu tun. Rom lebt - und wird bald untergehen. Hoffen wir, dass es nicht mehr lange dauert, bis der HERR kommt.