In der CDU gehen die Männer an den Start


25.02.20

In der CDU gehen die Männer an den Start

Vier Männer und keine Frau für die Führung der Union

(MEDRUM) Vier der bisher in der Union gehandelten Kandidaten für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer haben bis zum heutigen Tage die Startaufstellung eingenommen.

Image1 Duo und 2 Singles

Nachdem Norbert Röttgen als Erster seine Kandidatur als Nachfolger für Annegret Kramp-Karrenbauer bekanntgab, haben heute Armin Laschet, Friedrich Merz und Jens Uwe Spahn ihre Bereitschaft erklärt, sich um die Nachfolge bemühen zu wollen. 

Während Merz eine alleinige Kandidatur vermeldete, erklärten Laschet und Spahn als Duo Führungsaufgaben übernehmen zu wollen. Sie haben sich verständigt, dass Laschet Unionsvorsitzender und dabei von Spahn unterstützt werden soll. Er will Spahn als Parteivize. Spahn dazu: "Klar ist, es kann nur einen Parteichef geben." Damit ist auch klar, dass Spahn auf eine Kandidatur für den Parteivorsitz verzichtet und sich stattdessen de facto gegen eine Wahl von Friedrich Merz ausspricht. Spahn hat seine Position mit den Worten eingeleitet: "Wir befinden uns als CDU in der größten Krise in unserer Geschichte." Das ist eine Ohrfeige für die amtierende CDU-Chefin und die sie in diese Position gelotste Regierungsschefin Angela Merkel, die kaum kräftiger ausfallen könnte.

Frauen? Fehlanzeige

Mit dem heutigen Stand gehen offenbar nur Männer an den Start des Rennens um die Nachfolge. Was das Morgenmagazin gestern vermeldete, gilt unverändert: "Eine mächtige Frau, die sich die Führung zutraut: bislang Fehlanzeige." Es stellt sich die Frage, ob es in der CDU keine Frau gibt, die sich die Aufgabe zutraut oder ob es keine Frau gibt, der diese Aufgabe zugetraut wird. Wenn die Personalnot bei der CDU derart groß ist, wäre es kein gutes Zeichen für eine Partei, die Volkspartei und modern sein will.