Jahrestagung des Vereins "Die Wende"

06.04.08


Professor Rohrmoser: Gender Mainstreaming beschleunigt den gesellschaftlichen und staatlichen Zerfall

Der Verein "Die Wende" veranstaltete vom 28. bis 30. März 2008 in Schwäbisch Gmünd seine Jahrestagung. Die Veranstalter stellten ihre Tagung unter das Thema „Aufhebung der Schöpfungsordnung mit Hilfe der Gender-Mainstreaming-Ideologie“. Zu den Referenten gehörten die Religionsphilosophin Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, der Neurophysiologe Prof. Dr. Manfred Spreng, der Stuttgarter Philosoph Prof. Dr. Günter Rohrmoser, Marcus Mockler von Nachrichtenmagazin ‘ideaSpektrum’ und Eva Herman.

Günter Rohrmoser sprach als Mitbegründer des Vereins über die Familie als universales Phänomen mit großer Widerstandskraft zur kulturellen und biologischen Reproduktion des Volkes. Mit dem Zerfall der Familie breche auch die Kontinuität der Gesellschaft weg. Der geistig-kulturelle Niedergang sei am moralischen Zustand und am finanziellen Zusammenbruch des Staates sichtbar, der durch Gender Mainstreaming beschleunigt werde, so Rohrmoser.

Rohrmoser schrieb bereits in seinem Buch "Der Ernstfall - Die Krise unserer liberalen Republik", 1994:

Image"Die Spätfolgen der neomarxistischen Kulturrevolution der 60er Jahre münden in die hegemoniale Herrschaft eines ebenso libertären wie quasitotalitären Liberalismus, der unserer Demokratie die Kraft zu einer geistig-politischen Innovation nimmt. Der Zusammenbruch des totalitären Sozialismus bedeutet keineswegs den Triumph des Liberalismus, sondern stürzt ihn in eine Krise, die die Erinnerung an Weimar wachruft. Züge kultureller und moralischer Dekadenz werden unübersehbar. Die Religion ist wieder ein Faktor der Weltpolitik, während sich in Deutschland der Prozeß der Entchristlichung mit dramatischer Beschleunigung fortsetzt. "

Image Die Beschleunigung des Zerfalls, stellt Rohrmoser jetzt in den Zusammenhang des "Gender Mainstreaming", das Gabriele Kuby in ihrem Buch "Die Gender Revolution - Relativismus in Aktion" eingehend analysiert hat. Gabriele Kuby sagt zu dieser Politik: "Sie (die Gender-Ideologie) zerstört das Wertefundament unserer Gesellschaft. Die Wurzel dieser Entwicklung ist die Diktatur des Relativismus."

 

Welchen Stellenwert die Gender-Ideologie in der praktischen Politik eingenommen hat, ist auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nachzulesen. Dort heißt es: „Gleichstellungspolitik mittels der politischen Strategie des Gender Mainstreaming hat die Bundesregierung als durchgängiges Leitprinzip und Querschnittsaufgabe festgelegt. Damit reiht sich die Bundesregierung in die weltweiten Aktivitäten zur wirkungsvolleren Durchsetzung von Gleichstellungspolitik ein." Federführend für die Umgestaltung der Gesellschaft nach den Prinzipien des Gender Mainstreaming ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Der Verein "Die Wende - Aktion zur geistig-kulturellen Erneuerung Deutschlands aus seinen christlichen Wurzeln" setzt sich für christliche Werte in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein. Er fördert christliche Wissenschaft und Kultur. Er möchte auf die Bedeutung des Christentums und seiner Traditionen für unsere Kultur und den demokratischen Rechtsstaat aufmerksam machen. Der Verein arbeitet überkonfessionell und überparteilich und ist bundesweit tätig.


 

Quellen: 
www.bmbf.de/de/532.php, www.die-wende.de