Mobbingseite kommt auf den Index


25.03.11

Mobbingseite kommt auf den Index

Bundesjugendministerin Schröder hält die Internetseite IShareGossip für jugendgefährdend

(MEDRUM) Die auf Servern im Ausland betriebene Internetseite IShareGossip soll auf den Index jugendgefährdender Medien gesetzt werden. Das hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entschieden.

Die Internetseite IShareGossip bietet ein Forum, in dem Beleidigungen, üble Nachreden und Volksverhetzungen Raum gegeben wird. Unter dem Schutz der Anonoymität werden dort unter Mißachtung geltender deutscher Gesetze Beschimpfungen und Herabsetzungen veröffentlicht, die häufig auch sexuell erniedrigend oder rassistischer Natur sind. Jugendliche machen sich gegenseitig fertig, schreibt RP-Online.

Schon ein flüchtiger Blick auf die Internetseite zeigt, mit welcher Rücksichtslosigkeit und Enthemmung Personen oder Bevölkerungsgruppen diskriminiert und verhetzt werden. Dies war für Bundersministerin Kristina Schröder (CDU) Grund ihrer gestrigen Ankündigung, die Internetseite auf den Index setzen zu lassen. Damit wird die Seite zwar weiterhin existieren, aber künftig nicht mehr über die Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Bing auffindbar sein, wenn auf dem PC ein Jugendschutzfilter installiert ist.

Vorangegangen war in den letzten Tagen ein Fall in Berlin, bei dem ein Jugendlicher, der einen Streit wegen Mobbings auf der Internetseite schlichten wollte, bis zur Bewusstlosigkeit brutal niedergeschlagen wurde. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma.

Kristina Schröder über Internetmobbing → Schröder zu isharegossip


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